18.8. Weiterfahrt in den Jostedalsbreen Nationalpark

Morgens gibt’s Hefezopf glutenfrei mit Milchkaffee, bevor wir im Regen losfahren. Türkise Flüsse begleiten uns, an Fjorden verkaufen Bauern Plommer (Pflaumen) und an der nächsten Kurve geht es wieder hinauf bis zum nächsten Gletscher.

Wir fahren hinter einem Wohnmobil aus China (Korea, Japan , ?) her (über welche Strecke sind die nach Norwegen gelangt??).

So langsam nähern wir uns dem Jostedalsbreen Nationalpark und die ersten Gletscher kommen in Sicht. Alla muss ständig anhalten, weil Ihi Fotos machen will.

Plommer futternd erreichen wir am Fuße von Kontinentaleuropas größtem Gletscher das „Glacier and Climate Center“. Endlich lerne ich, wie Gletscherspalten entstehen. Wenn wir mit CO2 so weiter machen, gibt es in 2100 keine (KEINE! NULL!) Gletscher mehr in Europa. Das sind nur 80 Jahre. Woher soll dann das Wasser kommen? Dann sehen wir uns einen 360-Grad-Film mit Gletscher-Helikopter-Flug an, woraufhin Allas Gleichgewichtsorgan streikt.

Im Jostedal angekommen schauen wir uns zunächst einmal den schön gelegenen Campingplatz an, dann uns beide, und entscheiden einstimmig, das Tal noch weiter hinein bzw. hinauf zu fahren und finden einen wunderbaren Platz ganz oben.

Während ich mein klitschnasses Zelt zum Trocknen aufstelle sammelt uns Alla das 3-Sterne-Steinpilz-Abendessen zusammen.

Erste Gletscherwanderung zum Fåberstølsbreen im Jostedal

Wir wandern im niederen Gestrüpp los, füllen stetig unsere Wasserflaschen im Gletscherbach, klettern über Steine und Felsen und ich freue mich, meinen ersten Gletscher anfassen zu dürfen.

Wir wandern den reißender werdenden Gletscherfluss hinauf und passieren viele Seitenbäche, alles strömt hinab (Norwegisches Motto: „you will get wet feet anyway“).

Leider kommen wir nicht an den Gletscher ran. Wir versuchen alles, aber sogar Alla gibt auf – die Flüsse sind zu reißend, wir kommen nicht rüber.

Wir steigen ab, es beginnt zu regnen. Und hört tagelang nicht mehr auf.

Am Auto kocht Alla Steinpilznudeln, und wir essen erstmals im Auto.

Ich schlafe gut und lange im Regen. Morgens um 10 Uhr krieg ich Alla kaum aus dem Bett. Das Gleichgewichtsorgan spinnt noch. Sagt sie.

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