Tromsø

Tromsø wird oft als das „Paris des Nordens“ bezeichnet. Aber ich habe die Stadt ganz anders erlebt. Sie hat nichts großstadtmäßiges und mir gerade deshalb so gut gefallen.

Tromsø ist die nördlichste Universitätsstadt der Welt. Und das macht sich auch im Altersdurchschnitt hier bemerkbar. Viele junge Leute und viele, viele Kneipen, in denen speziell im Sommer die Nächte durchgefeiert werden. Auch wenn es recht kühl wird. Die Durchschnittstemperatur liegt hier im Sommer bei 10°C. Ich erfahre von Einheimischen, dass es vor 11 Tagen hier geschneit hat.

Die „kleinste Bar der Welt“ in der Fußgängerzone zwischen hunderten von anderen Kneipen:

Ansonsten besteht das Stadtbild hauptsächlich aus alten wunderschön restaurierten Holzhäusern, die der Stadt ihren Charme verleihen:

Die Stadt Tromsø ist zweigeteilt. Eine Hälfte der Stadt liegt auf dem Festland, die andere Hälfte auf der Insel. Verbunden sind die beiden Teile zum einen über eine imposante Brücke, zum anderen durch einen Tunnel unter dem Fjord durch. Dieser Tunnel ist für mich auch ein Kuriosum, denn er hat mitten drin unter der Erde zwei Kreisel, weil hier noch andere Tunnelröhren reinführen. Einen Kreisel mitten in einem Tunnel hab ich noch nie erlebt.

Auf der anderen Seite von Tromsø sieht man bereits die Eismeerkathedrale. Dort will ich heute Abend hin.

Ein imposanter Bau. Die dreieckige Form erinnert an einen Eisberg. Die Kathedrale ist innen lichtdurchflutet und nicht dunkel, wie sonst alle Kirchen. Die beiden Fronten sind über die gesamte Fläche verglast. Und die seitlichen Rippen sind ebenfalls durch Glasstreifen voneinander abgesetzt. So kann sehr viel Licht in die Kathedrale strömen.

Ich besuche hier heute Abend um 23:00 ein Mittsommernachts-Konzert. Eine Sopranistin singt klassische Stücke von norwegischen Komponisten und auch traditionelle Lieder der Samen. Begleitet wird sie von einem Cellisten und der Orgel. Eine wahnsinnige schöne Stimmung und Akustik in dieser Kathedrale. Es hat sich gelohnt, so lange aufzubleiben, obwohl ich bereits hundemüde war.

Zum Übernachten fahre ich etwas aus Tromsø hinaus in nordwestlicher Richtung und finde einen schönen Parkplatz mit direktem Blick in die Berge.

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